Neue Grundsteuer
Ihre Erklärung durch unsere Steuerberater

Warum sollten Sie aufgrund der neuen Grundsteuer zum Steuerberater?

Das Bundesverfassungsgericht hat die bisher gültige Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt.

Aufgrund dessen sind im Jahr 2022 alle Immobilien in Deutschland für die Grundsteuer neu zu bewerten. Dazu muss jeder Immobilienbesitzer in diesem Jahr an das Finanzamt eine Feststellungserklärung zur Ermittlung des Grundstückswerts abgeben.

Unsere Steuerberater können die Abgabe der Erklärung für Sie übernehmen. Auch wenn Sie nicht Mandant bei uns sind, können wir die Erklärung zum Wert der Grundstücke für Sie abgeben.

Vor-Ort-Service mit unserem Grundsteuer-Mobil

Sie können die Erklärung zur neuen Grundsteuer nicht digital durchführen?

Fordern Sie unser Grundsteuer-Mobil an.

Wir kommen zu Ihnen und übernehmen die Meldung ans Finanzamt. Fordern Sie Ihren Termin an.

Service-Hotline: 03641-5541360
WhatApp: ‭0151 42022683

In unserem Flyer erklären wir, wie Sie unseren Grundsteuer-Vor-Ort-Service in Jena und Umgebung nutzen können.

Unsere Leistungen für Sie

Wir erfassen Ihre Grundstücksdaten und ermitteln für alle Ihre Immobilien den Grundsteuerwert. Sie erhalten von uns eine Erklärung zur Feststellung des neuen Grundsteuerwertes.

Sie möchten Ihre Feststellungserklärung zur neuen Grundsteuer von uns erstellen lassen? Über unser Kontaktformular können Sie ganz einfach Ihr Anliegen mitteilen. Wir melden uns dann gerne bei Ihnen zurück und senden Ihnen weitere Informationen und Unterlagen zu.

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Häufig gestellte Fragen zur neuen Grundsteuer nach der Reform

Wir möchten Ihnen in diesem FAQ Antworten auf drängende und häufige Fragen zur neuen Grundsteuer geben.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot stellt keine Rechtsberatung dar.

Die Grundsteuer wird auf den Grundbesitz, also Grundstücke und Gebäude erhoben. Sie betrifft, Wohngrundstücke, gewerbliche Grundstücke und land- und forstwirtschaftliche Flächen.

Die Einnahmen über die Grundsteuer fließen den Städten und Gemeinden zu, die damit Schulen, Kitas, Schwimmbäder oder andere gemeinnützige Einrichtungen finanzieren. Ebenso kommen sie der öffentlichen Infrastruktur zugute.

Im Grundgesetz gibt es das Gebot der Gleichbehandlung. Allerdings wurde bisher die Grundsteuer so berechnet, dass eigentlich ähnliche Grundstücke sehr unterschiedlich besteuert wurden. Zugrunde liegende Berechnungswerte stammen zudem aus den Jahren 1935 in Ostdeutschland und 1964 in Westdeutschland. Die Werte haben sich tatsächlich aber sehr unterschiedlich entwickelt.

Daher hat das Bundesverfassungsgericht die gesetzlichen Regelungen zur Grundsteuer für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt. Daraufhin wurde die Ermittlung der Werte zur Grundsteuer angepasst. Man hat ein neues sogenanntes Bundesmodell als Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer geschaffen. Dieses Modell ist bundesweit gültig, jedes Bundesland hat aber weiterhin die Möglichkeit ein eigenes Grundsteuermodell zu beschließen (Öffnungsklausel).

Gültig wird die neue Steuer ab 01.01.2025. Allerdings erfolgt die erste Hauptfeststellung der neuen Grundstückswerte zum Stichtag 1. Januar 2022. Grundstückeigentümer sind damit aufgefordert, eine Erklärung zur Feststellung der Grundstückswerte im zweiten Halbjahr 2022, d.h. ab dem 1.7.2022 abzugeben.

Da das alte Verfahren als verfassungswidrig erklärt wurde, hätten die Kommunen bald keine Grundsteuer mehr erheben dürfen. Es bräuchte dann ein völlig neues Gesetz. Um das zu verhindern gilt nun eine Übergangsfrist von insgesamt fünf Jahren, die dann mit dem Inkrafttreten der Reform zum 01.01.2025 endet.

Die neue Grundsteuer wird erst ab dem 01.01.2025 gültig sein. Nichts desto trotz müssen hierzu die Erklärungen für die Feststellung der Werte bereits im Jahr 2022 abgegeben werden.

 

Diese Frage lässt sich leider nicht für alle pauschal beantworten. Für manche wird die Steuer geringer ausfallen, für andere höher.

Nein, durch die sogenannte Öffnungsklausel kann jedes Bundesland auf einer Grundlage eigene Modelle entwickeln.

Davon machen auch einige Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg (und andere) Gebrauch. Allerdings darf kein Bundesland durch die Wahl seines Modells gegenüber anderen Bundesländern zu Lasten der anderen Bundesländer handeln.

Da für Geschäftsgrundstücke andere Daten erhoben werden, wird sich die Grundsteuer hier am vereinfachten Sachwertverfahren orientieren.

Bei Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) wird das Ertragswertverfahren beibehalten, aber vereinfacht und typisiert.

Nein, Sie müssen nicht regulärer Mandant bei uns sein, damit wir für Sie die Erklärungen zur Grundsteuer bearbeiten. Sie können auch weiterhin bei Ihren Steuerberater bleiben oder auch sonst alle Tätigkeiten rund um das Thema Steuern weiterhin selbst erledigen. Wir unterstützen Sie bei Bedarf nur bei der Grundsteuer. Sie gehen auch keine weiteren Verpflichtungen mit uns ein.

Unser Honorar für die Erklärung zur neuen Grundsteuer ist vom Gegenstandswert des Grundstücks bzw. der Immobilie abhängig. Erfahrungsgemäß liegen unsere Honorare durch die komplett digitale Abwicklung der Erklärung unter dem Branchendurchschnitt.

Wir haben Ihnen unten auf dieser Seite eine Preisübersicht zur Verfügung gestellt, an der Sie sich orientieren können. Das genaue Honorar für Ihre Grundstücke teilen wir Ihnen dann natürlich vor einer Beauftragung mit.

Was kostet die Erklärung der Grundsteuer durch Steuerberater?

Für unsere Dienstleistungen berechnen wir ein Honorar nach § 4 Abs. 3 StBVV unter Berücksichtigung des Gegenstandswerts des Grundstücks bzw. der Immobilie. An folgenden Preisbeispielen können Sie sich dabei orientieren:

Unbebaute Grundstücke

100*
  • *100 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 119 € einmalig, je Einheit

Wohnungen

200*
  • *200 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 238 € einmalig, je Einheit

Ein- und Zweifamilienhäuser

250*
  • *250 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 297,50 € einmalig, je Einheit

Landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Grundstücke

200*
  • *200 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 238 € einmalig, je Einheit

Geschäftsgrundstücke oder Mischgrundstücke (Büros, Hallen etc.) mit weniger als 250 qm Nutzfläche

350*
  • *350 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 416,50 € einmalig, je Einheit

Geschäftsgrundstücke oder Mischgrundstücke mit Nutzfläche zwischen 250 qm und 600 qm (Einheiten mit größerer Fläche auf Anfrage)

450*
  • *450 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 535,50 € einmalig, je Einheit

Aufschlag für Vor-Ort-Service (Grundsteuer-Mobil)

39*
  • *39 € netto zzgl. 19 % USt.
  • Gesamtbetrag brutto:
  • 46,41 € einmalig

Was ist die Reform der Grundsteuer im Jahr 2022?

Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 2018 entschieden, dass die bisherige Berechnung der Grundlagen zur Grundsteuer veraltet und damit verfassungswidrig sind.

Konkret ging es dabei darum, dass die bisherige Bewertung an Werten aus 1964 (alte Bundesländer) bzw. sogar 1935 (neue Bundesländer) festgemacht wurde. Darin wurde eine gewisse Ungleichbehandlung bei der Bewertung gesehen, da sich die Grundstückswerte in der gesamten Bundesrepublik massiv verändert hatten.

Nun gab das Gericht dem Gesetzgeber Zeit, bis spätestens 2025 neue Werte für die Grundsteuer anzusetzen. Und hier kommt die Neubewertung aller Grundstücke im Jahr 2022 ins Spiel, die die Grundlage dafür bildet, dass ab 2025 eine neue Grundsteuer durch die Gemeinden festgesetzt wird.

Durch die Reform soll es nach Aussagen der Politik insgesamt nicht zu einem höheren Grundsteueraufkommen kommen. Ob dieser Fall tatsächlich eintritt, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie die Gemeinden auf die Reform reagieren und ob die Hebesätze zur Grundsteuer angepasst werden.

Die Neuregelung

Die Bewertung der Grundstücke ist zunächst im Bewertungsgesetz geregelt. Dort wird das sogenannte Bundesmodell beschrieben. Dabei wird der Wert der Grundstücke unter anderem nach den Bodenrichtwerten und statistischen Mieterträgen ermittelt.

Dieses Bundesmodell greift grundsätzlich in allen Bundesländern. Jedoch können die Länder eigene Regelungen treffen. Folgende Bundesländer haben eigene Berechnungsmethoden entwickelt:

  • Baden-Württemberg: modifiziertes Bodenwertmodell
  • Bayern: Flächenmodell
  • Hamburg: Wohnlagenmodell
  • Hessen: Flächen-Faktor-Modell
  • Niedersachsen: Flächen-Lage-Modell
  • Saarland: Bundesmodell mit Abweichungen
  • Sachsen: Bundesmodell mit Abweichungen

Beim Bundesmodell wird bei der Bewertung im wesentlichen noch unterschieden zwischen dem Ertragswertverfahren und dem Sachwertverfahren. Die Bewertungsmethodik wird dabei nach der Art des Grundstücks unterschieden und wie folgt eingeordnet:

Ertragswertverfahren

Bei dem Ertragswertverfahren wird der marktüblich erzielbare Ertrag ermittelt. Dabei handelt es sich um ein nicht ganz leichtes mehrstufiges Verfahren für folgende Grundstücke:

  • Einfamilienhäuser
  • Zweifamilienhäuser
  • Mietwohngrundstücke
  • Wohnungseigentum

Sachwertverfahren

Beim Sachwertverfahren ist nicht der Ertrag entscheidend, sondern vielmehr die Herstellungskosten. Das Verfahren kommt dabei bei folgenden Grundstücken zur Geltung:

  • Geschäftsgrundstücke
  • gemischt genutzte Grundstücke
  • Teileigentum
  • sonstige bebaute Grundstücke

Das Berechnen der neuen Grundsteuer

Schematisch ermittelt sich die Grundsteuer beim Bundesmodell wie auch bisher wie folgt:

  1. Bewertung des Grundbesitz (Grundbesitzwert)
  2. multipliziert mit der Steuermesszahl (dies ergibt dann den Grundsteuermessbetrag)
  3. multipliziert mit dem Hebesatz der Gemeinde
  4. dies ergibt die Höhe der Grundsteuer

Insgesamt müssen Sie sich als Immobilienbesitzer tendenziell auf höhere Grundsteuern einstellen. Das gilt besonders für die Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, da dort die Grundsteuer noch aufgrund der Werte von 1935 festgesetzt wurde. In allen weiteren Bundesländern erfolgte die Berechnung nach den Werten aus dem Jahr 1964.

Was ist der Grundbesitzwert?

Der Grundbesitzwert ist der Wert, der sich durch die Bewertung des Grundstücks ergibt. Dabei spielen die Faktoren wie Bodenrichtwert, statistisch ermittelte Nettokaltmiete, Grundstücksfläche, Immobilienart und Alter des Gebäudes zusammen.

Was ist die Steuermesszahl?

Die Steuermesszahl ist ein Multiplikator, der auf den Grundbesitzwert angewendet wird. Gegenüber der alten Regelung wurde dieser Wert wesentlich gesenkt und beträgt jetzt grundsätzlich nur noch 0,034%

Was ist der Hebesatz?

Der Hebesatz wird durch die Kommunen festgelegt und ist damit von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Bis zum Jahr 2025 ist geplant, dass alle Kommunen die Hebesätze so anpassen, dass sich das Grundsteueraufkommen nicht erheblich verändert.

Unsere Steuerberater übernehmen Ihre Erklärung zur neuen Grundsteuer für Sie – komplett digital, schnell und zuverlässig.

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